4.6.10
"Ein mutiges Wort von Heinz Fischer"
Walser kritisiert Heinz Fischers Klarstellung, „die Beneš-Dekrete waren schweres Unrecht“, als „undifferenzierte Äußerung“. Die Verbalattacken aus Prag verdeutlichen, dass Österreichs Bundespräsident die Finger auf eine Wunde legte, die den Tschechen weiterhin wehtut. Warum auch den Grünen Fischers Wort vom schweren Unrecht sauer aufstößt, kann nur erahnt werden, wenn man deren ideologischen Unterbau berücksichtigt. Ihnen geht es nicht um Fakten, vielmehr sollen manipulierte Geschichtsbilder Unrecht legitimieren helfen. Das war Methode in der Geschichtsschreibung kommunistischer Regime.
Walser steht in dieser Tradition, zumindest deckt sich sein Bild von den Sudetendeutschen mit jenem der stalinistischen Ära. Walsers Zugang zum sudetendeutsch-tschechischen Verhältnis im 20.Jahrhundert konzentriert sich auf die Zeitspanne 1938–1945 und minimiert sich auf folgenden Mythos: Die Sudetendeutschen, die in „einer demokratischen Insel im faschistischen Mitteleuropa“ lebten, liefen in Scharen zu den Nationalsozialisten über, verrieten als Fünfte Kolonne die Tschechoslowakei und wurden 1945 für ihre Illoyalität zu Recht mit Heimatverlust und Vertreibung bestraft. Das, Herr Walser, kann zwei Jahrzehnte nach dem kommunistischen Kollaps keiner kritischen Öffentlichkeit mehr aufgetischt werden.
Die Geschichtsforschung steht heute ganz woanders. Walser weist zu Recht auf das Unrecht vor 1945 hin, zitiert zu Recht die NS-Verbrechen im Protektorat mit 250.000 Opfern, bleibt aber die Antwort schuldig, wer dafür die Verantwortung trägt. Walser bemüht hier die alte Kollektivschuldthese. Die wurde inzwischen aber auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgt. Die Namen jener Sudetendeutschen, die sich eines NS-Verbrechens schuldig machten, sind bekannt, sie wurden teils sogar hingerichtet. Was aber war das Verbrechen der drei Millionen Vertreibungsopfer? Freilich war die Mehrheit für den Anschluss. Neben sprachlichen, ethnischen und historischen Motiven waren existenzielle Ängste ausschlaggebend dafür. Die Genese der deutsch-tschechischen Entfremdung des 20. Jahrhunderts begann keineswegs erst 1938.
Soziale Verelendung
Walser übersieht, dass die tschechische Okkupation sudetendeutscher Gebiete negativistische Ressentiments schürte, die für viele eine Identifizierung mit der neuen Staatsmacht unmöglich machte. Als die sudetendeutsche Sozialdemokratie am 4. März 1919 zu einem Generalstreik aufrief, bezahlten 54 Sudetendeutsche ihren zivilen Ungehorsam mit dem Leben. In Paris sicherte sich indessen Außenminister Edvard Beneš mit fragwürdigen Fakten den Erwerb dieses von Wien beanspruchten Territoriums. Die Krisen in den 1930er-Jahren führten dann zum Ruin der sudetendeutschen Industrie. Die Arbeitslosigkeit war bei den Sudetendeutschen viermal höher als unter Tschechen. Die Folgen waren eine soziale Verelendung des Mittelstandes, Anfälligkeiten für Radikalismen und das Ende des sudetendeutschen Aktivismus. Darauf erst gedieh Konrad Henleins Sudetendeutsche Heimatfront.
Eine Worthülse ist auch Walsers Hinweis auf die „kollektive Scham“ der Tschechen für das, was sich an Verbrechen nach 1945 ereignete. In Prag gelten die Beneš-Dekrete weiterhin als unantastbar. Dialogverweigerung, Verdrängung und die Verharmlosung der Vertreibungsverbrechen sind weder vertrauensbildend noch geeignet für eine kritische Aufarbeitung. Fischers mutiges Wort ist daher eine klare Absage an die geistige Blockadepolitik der Tschechen. Die Grünen hingegen dienen mit ihrer plumpen Rechtfertigungsideologie nur dem tschechischen Links- und Rechtsextremismus."
03.28.10
Title: " Dr. de Zayas gets Positive Resonance
Subtitle: ETHNIC CLEANSING 1944-1949
from March 20 to March 25 Dr. Alfred de Zayas was in Canada to give three lectures. Two at the University of Waterloo and one at the University of Toronto. During his stay in Canada Alfred was interviewed twice. Once by the Record and once by CKCO Channel 13 TV. This interview with Daiene Vernile will be aired tomorrow at 6:30 P.M. EDT on a show called Province Wide. You might be able to tune in at http://www.southwesternontario.ctv.ca/
The lectures were well attended and we had excellent feedback from the audience. Below you find some detailed information about the events.
Date: March 22, 2010
Location: University of Waterloo
Title: Expulsion of Germans from Eastern Europe after WW II
Sponsor: Centre for German Studies
Organized by: German Canadian Congress
Attendance: 200 plus. Because the Auditorium was filled to capacity we had to turn people away
Feedback: Very positive
Date: March 23, 2010
Location: University of Waterloo
Title: Rainer Maria Rilke als Heimatdichter
Sponsor: Centre for German Studies
Organized by: Centre for German Studies
Attendance: 25 plus. Mostly students and academics
Feedback: Very positive
Date: March 24, 2010
Location: University of Toronto
Title: Expulsion of Germans from Eastern Europe after WW II
Ethnic Cleansing from 1944 to 1947
Sponsor: Canadians for Genocide Education
Organized by: German Canadian Congress
Attendance: 250 plus. The Auditorium was filled to capacity.
Feedback: Very positive
Ernst Friedel "
06.13.09
Obama urges action on Mideast peace during meetings with Merkel
"US President Barack Obama has called on the international community to redouble its efforts to help create separate Israeli and Palestinian states during a meeting with German Chancellor Angela Merkel."
For complete article from the 05.06.2009 DW-World.DE, click here.
06.10.09
Bundespräsident Horst Köhler wins his second term.
(The English translation of his speech will be posted shortly)
"Unser Land steht mitten in einer Krise"
23. Mai 2009
Bundespräsident Horst Köhler hat sich unmittelbar nach seiner
Wiederwahl in der Bundesversammlung am Samstag in einer kurzen Rede an
Politik und Gesellschaft gewandt:
"Meine Damen und Herren, liebe Landsleute. Die Bundesversammlung hat
heute die Wahl gehabt, und sie hat entschieden. Ich danke herzlich
allen, die mich gewählt haben, und ich bekunde meinen Respekt den
demokratischen Mitbewerbern und deren Wählern. Unser Land steht mitten
in einer Krise, die die ganze Welt erfasst hat. Wir haben viel Arbeit
vor uns, aber wir werden es schaffen. Überall in Deutschland gibt es
Ideen und Tatkraft. Und in der Tat, eines Tages werden wir sagen, wir
haben viel gelernt in dieser Zeit.
Meine Damen und Herren, dieses Land ist stark. Das haben mir die
Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen fünf Jahren gezeigt. Ich bin
sehr dankbar für diese Erfahrung, sie kann uns allen Mut machen. Wir
werden uns dieser Stärke bewusst sein und sie für die Kraft unserer
Gemeinschaft nutzen. In unserer Demokratie zählt jede Stimme, doch zur
Erfüllung gehört auch das Gefühl: Jeder wird gebraucht. Demokratie,
das sind wir alle. Und jeder soll erfahren, dass es auf ihn ankommt.
Dafür zu arbeiten, das soll unsere Aufgabe sein, dem fühle ich mich
besonders verpflichtet. Arbeit, Bildung, Integration - das sind die
Felder, auf denen wir vorankommen müssen.
In unserer Gesellschaft gibt es immer weniger jüngere Menschen und
mehr Ältere. Wir wollen Erfahrung und Neugier zusammenbringen, neu
zusammenbringen. Es stecken viele Chancen in einem kreativen
Miteinander von Alt und Jung.
Ich finde, wir sind auch wacher geworden für die Welt, für unsere
Möglichkeiten und für unsere Verantwortung darin. Wir wollen uns für
eine menschliche Globalisierung mit verlässlichen Regeln einsetzen und
für eine umweltgerechte Weltwirtschaft. Damit werden wir uns Arbeit,
Wohlstand und Lebensqualität schaffen und bewahren. Helfen wir auch
mit, Antworten auf die globale soziale Frage zu finden. Wir werden
sehen, wir können dazu beitragen, dass mehr Gerechtigkeit in die Welt
kommt. Und das wird auch uns dienen.
Bewahren, was wertvoll ist, verändern was notwendig ist - dabei möchte
ich helfen. Wissen Sie, je älter ich werde, desto neugieriger werde
ich. Ich freue mich auf die kommenden fünf Jahre und ich verspreche
Ihnen, liebe Landsleute, ich werde weiter mein Bestes geben. Und Dir,
Eva, möchte ich Danke sagen. Jede Stunde ist ein Geschenk mit Dir.
Gott halte seine Hand schützend über uns alle und unsere gemeinsame Welt.
Gott segne unser Deutschland.
Ich danke Ihnen."
05.12.09
Austrian Secretary of State Michael Spindellegger assures support for victims of ethnic cleansing 1944-1950
Spindelegger Haus der Heimat (click to open)

05.06.09
Marianne Bouvier erhält den Menschenrechtspreis der Volksgruppe der Donauschwaben.
03.24.09
Member Publications
We are pleased to announce the following publications by Dr. Brigitte Neary:
- Frauen und Vertreibung: Zeitzeuginnen Berichten. Graz, Austria: Ares Verlag, 2008
read review
read press release
- Voices of Loss: German Women Recount Their Expulsion From East-Central Europe, 1944-1950. Rockport, Maine: Picton Press. 2002 (with Holle Schneider-Ricks).
World News
- Issues of Concern for German American Voters
McCain
Obama
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